Für alle ein Stück vom Kuchen

Seit Anfang 2007 vergeht kaum ein Tag, ohne dass polnische Zeitungen von einem Streik berichten. Auch der Sieg des liberal-konservativen Donald Tusk über die konservativ-populistische Regierung Kaczynski im Oktober konnte daran nichts ändern. Ganz im Gegenteil.

Tusks Bürgerplattform (PO) war mit der Verheißung eines "polnischen Wirtschaftswunders" und mehr "Wohlstand für alle" angetreten. Indem sie die sozialen Parolen der PiS, also der Partei des Präsidenten Lech Kaczynski, als Populismus(1) entlarvte, trat sie die heftigsten Arbeitskämpfe seit Jahren los. Seither reißen Streiks und Demonstrationen nicht ab und bringen auch den neuen Regierungschef in Schwierigkeiten: Tusk forderte nach seinem Amtsantritt vergeblich eine Schonfrist von hundert Tagen. Das Ergebnis war, dass sich die Protestbewegung nur noch mehr ausweitete.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 14.03.2008