Bobrek – aus dem Ruß eine Blume. Bilder eines Stadtteils in Oberschlesien heute und vor 100 Jahren

Silhouette der katholischen Kirche, 2007

Der Künstler Martin Langer wurde 1966 in Beuthen geboren. Seit 1978 lebt er in der Nähe von Dortmund im Ruhrgebiet. Regelmäßig und gerne kehrt er in seine Geburtsstadt zurück und hält seine Eindrücke vor Ort mit dem Medium der Fotografie fest. Sie ist für ihn dokumentarisches und zugleich künstlerisches Ausdrucksmittel. Seine Fotos zeigen Plätze, Straßen, Hinterhöfe, Siedlungen und Gebäude, aber auch die Menschen, die dort leben. Sie dokumentieren den Wandel und die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven, auch alte teilweise zerstörte Objekte in bisweilen ungewöhnlichen Blickwinkeln. So bestimmen asymmetrische Perspektiven den Bildaufbau seiner Bilder, bei denen es sich zumeist um Schwarz-Weiß-Aufnahmen handelt. Das führt zu spannungsreichen Kompositionen.
Martin Langer liebt sein altes Beuten aus der Kindheit, doch er wünscht sich auch, dass die
historischen Plätze und Gebäude erhalten bleiben und nicht verfallen oder rigorosen
Modernisierungsprozessen zum Opfer fallen.

Die Fotos werden durch lyrische Texte in polnischer und deutscher Sprache ergänzt. Mit seinen Fotos hat er bereits mehrere Ausstellungen gestaltet. Im Oberschlesischen Landesmuseum zeigt er nun das Ergebnis mehrjähriger Arbeit.
Hinzu kommen 32 sepiafarbene Abzüge von Glasplattennegativen aus der Zeit um 1900. Sie wurden erst vor kurzem auf dem Gelände der stillgelegten Hütte Bobrek aufgefunden.

Event: 02.09.2011 - 19:00 - 01.11.2011 - 17:00
Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.oslm.de
Veröffentlichung/ data publikacji: 26.07.2011