Die deutsch-polnische Polizeiarbeit wird auch durch Sprachbarrieren erschwert

Sogar in Mecklenburg-Vorpommern springt man Klaus-Dieter Hübner (FDP) bei. Auf der Insel Usedom fordern Einwohner, an der polnischen Grenze die Kontrollen wieder einzuführen. Im Märkischen erntet Gubens Bürgermeister für seinen Ruf nach Kontrollen angesichts der Kriminalitätsentwicklung zwar Verständnis, aber keine Unterstützung. Der Grenzkriminalität sei nur in deutsch-polnischer Partnerschaft zu begegnen, meint etwa der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Martin Wilke (parteilos).
Doch wie ist es um die Kooperation wirklich bestellt? Das Ressort von Dietmar Woidke (SPD) lobt die Zusammenarbeit und verweist gern auf das mit dem Schengen-Beitritt Polens eingerichtete deutsch-polnische Zentrum von Polizei und Zoll in Swiecko, das grenzüberschreitend Einsätze koordiniert.
Für Sven Petke, Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, ist das Zentrum nur eine „Alibigeschichte“. „Eine Frechheit“, kontert Ingo Decker, Sprecher des Innenministeriums. Die Kritik sei „ein Schlag ins Gesicht der Polizisten auf beiden Seiten“. Entlang der Grenze wachse die Zusammenarbeit kontinuierlich. „Für jeden Wachenleiter ist es selbstverständlich, dass er sein Gegenüber auf der anderen Seite kennt“, so Decker.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 16.07.2011