Marieta Tabbert ist gekommen, um zu bleiben

Unterwegs sieht Marieta Tabbert immer häufiger Autos, deren Nummernschilder mit „Z“ beginnen. Sie weiß nicht, wofür das steht. Sie weiß nur, die Autos kommen aus Polen. Einige der Wagen fahren wegen Radoslaw Popiela aus Zachodniopomorskie, der Wojewodschaft Westpommern, nach Brandenburg. Der Pole ist Immobilienmakler. In seinem Arbeitszimmer in Rosow hängt eine alte Aufnahme. Das Schwarzweißfoto zeigt sein Haus vor 45 Jahren. Die Fensterrahmen waren aus Holz und die Dorfstraße war noch nicht asphaltiert. Damals gehörte das Haus dem Tischler Tabbert. Heute vermietet Radoslaw Popiela dessen Tochter Marieta eine Einliegerwohnung in ihrem Elternhaus.
Zwei Jahre hat der Ausbau des historischen Gebäudes gedauert. Bevor es der Pole kaufte, stand es in Teilen leer. Nun leuchtet die Fassade rot, und die Blumen ringsum strahlen in allen erdenklichen Farben. Radoslaw Popiela ist nicht allein gekommen. Er hat seine Frau Dominika und die beiden Söhne Franciszek und Kajetan mitgebracht. Seit drei Jahren ist das Kleinod in Rosow ihr Lebensmittelpunkt.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 10.09.2011