Theomims Wunderkraft

Der alte Jüdische Friedhof von Frankfurt (Oder), der seit 1945 zum polnischen Słubice gehört, hat seine Wiederentdeckung einem Rabbiner aus New York sowie engagierten Heimatforschern und Studenten der Europa-Universität zu verdanken.
Die Zerstörung begann erst in den 1970er-Jahren. „Im Zusammenhang mit der Öffnung des Grenzübergangs in Słubice und dem wesentlich erhöhten Tourismusverkehr besteht die Notwendigkeit einer unverzüglichen Auflösung der jüdischen Friedhöfe in Rzepin und Słubice, umso mehr, da sie an touristischen Haupt-trassen liegen.“ So lautete ein Beschluss der damals zuständigen Parteifunktionäre aus Zielona Góra, der sich im dortigen Staats-archiv findet.
Die Bemerkung „Man müsste die Geschichte des Friedhofs gründlich aufschreiben“, welche Reiß gegenüber Studenten der Europa-Universität fallen ließ, sollte ungeahnte Folgen haben. „Dann lassen Sie uns das doch gemeinsam tun“, entgegnete ihm Magdalena Abraham-Diefenbach vom „Institut für angewandte Geschichte“. Nach Jahren voller Recherchen ist dieser Tage der bemerkenswerte Band „Makom tov – der gute Ort“ im Vergangenheitsverlag Berlin erschienen.

pl. Version: http://www.transodra-online.net/de/node/17323

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.instytut.net/fileadmin/pdf_2012/Mozartikel.pdf
Veröffentlichung/ data publikacji: 17.03.2012

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion