Professor Oskar Niedermayer stellte in Wittenberge seine Studie zum Weltbild in Brandenburg vor
Das hat Professor Niedermayer von der Freien Universität Berlin am meisten erschreckt: Noch stärker als die potenzielle Ausländerfeindlichkeit bei 30 Prozent von 2000 befragten Berlinern und Brandenburgern ab 14 Jahre ist ihr Chauvinismus, also der Glaube von der angeblichen Überlegenheit der Deutschen über alle anderen Völker. Der Aussage: „Andere Völker mögen Wichtiges vollbracht haben, an deutsche Leistungen reicht das aber nicht heran“, stimmten sogar 33 Prozent der Befragten zu.
Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer stellte am Donnerstag im Wittenberger Restaurant „Elbe 8“ seine Studie zu rechtsextremem Potenzial in Brandenburg und Berlin vor.
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Hier klicken! Veröffentlichung/ data publikacji: 28.11.2009
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Fremdenfeindlichkeit
Da taucht für mich sofort die Frage auf: wie ist es in anderen Ländern?
Der Chauvinismus ist auch in anderen Ländern, die ich kenne, weit verbreitet, genau genommen Normalität, außer den scandinavischen und Canada. Seltsamerweise sind die USA die größten Chauvis, obwohl sie auch das größte Einwanderungsland sind, aber das liegt wohl an der jeweiligen Regierung.
Daß Fremdenfeindlichkeit mit sinkender Bildung zunimmt, ist kein Wunder. Eher wundere ich mich darüber, daß unsere Regierung das nicht zu beheben versucht, indem viel mehr Engagement in Bildung und Streetwork investiert wird.
Das ganze Phänomen ist aber auch Ausdruck dafür, daß Menschen unsicher in ihrer Existenz sind, da es an einem geistigen Überbau mangelt: die Religion bietet fast nichts, dem man mit klarem Verstand folgen kann, und ein belastbares weltliches Modell, das Trost und Aufklärung zum menschlichen Drama beitragen kann, ist nicht in Sicht. Da wären die Philosophen gefragt!
Das wenigste aber, das man tun muß, ist alle Menschen zur Eigenverantwortung zu erziehen. Das ist besonders in den "neuen Bundesländern" äußerst wichtig, da die Vorgängergeneration ja gerade zum Gegenteil erzogen wurde und dies teilweise an die folgende Generation weitergibt. Da müssen Schule und Sozialarbeit dringend tätig werden! Aber wenn das unseren Damen und Herren von der Administration egal ist...