"Verschwinde, Drecksjude!"

Schwarze Uniformen, rot-weiß gestreifte Halstücher, eisig-starre Gesichter und Stahlgewitter-Blick. So marschieren sie im Gleichschritt die schlecht beleuchtete Straße entlang, vorn schreit der Kommandant den Takt: "Eins! Zwei! Eins, zwei, eins!"

Ein Januarabend im 8. Budapester Bezirk. Eine Hundertschaft der "Ungarischen Garde" zieht durch das großenteils von Roma bewohnte Viertel. Anlass: mehrere Fälle von Kinder- und Jugendkriminalität. So hatte am 10. Januar ein 12-jähriger Roma-Junge aus Rumänien am nahe gelegenen Blaha-Lujza-Platz auf einen 15-Jährigen eingestochen und ihm seinen MP3-Player entrissen - ein Fall, der in Ungarn für großen Aufruhr in der Öffentlichkeit sorgte.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 01.02.2008