Festnahmen und Krawalle - Die Front im Zentrum von Moskau

Auf dem Platz selbst, der sonst voller Menschen ist und geradezu als Verkörperung des Vielvölkerstaats Russland gelten kann, waren am Mittwoch nur Russen oder „Menschen mit slawischen Zügen“ - so ein Begriff aus der Behördensprache - als Passanten übrig geblieben. Aber auch diese beeilten sich, so schnell wie möglich weiterzukommen. Die „Schwarzen“, so der rassistische Sammelbegriff für Menschen aus dem Kaukasus und Zentralasien, blieben am Mittwoch in dieser Ecke Moskaus ganz unsichtbar.
Der Grund dafür waren am Dienstag im Internet verbreitete Ankündigungen, dass russische Nationalisten, Neonazis und Fußballhooligans auf dem Europaplatz eine Wiederholung der Krawalle vom Samstag planten, als sich auf dem Manegeplatz in Sichtweite des Kremls etwa 5000 nationalistische Fußballhooligans versammelt hatten, die Losungen wie „Moskau bleibt russisch“ und „Russland den Russen!“ skandierten. Aus der Menge heraus waren dort Passanten kaukasischer und zentralasiatischer Herkunft angegriffen und schwer misshandelt worden, schließlich kam es zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften, bei denen es viele Verletzte gab.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 16.12.2010