Freizügigkeit bringt Deutschland kaum Fachkräfte

Die Polen konnten kommen. Simon Lorenz hatte sich gut vorbereitet auf die Arbeitssuchenden aus dem Osten, die seit diesem Monat ohne Beschränkungen in Deutschland arbeiten dürfen. Gleich an der Grenze zum Nachbarland hat der Berater Anfang des Jahres eine private Arbeitsvermittlung eröffnet. Er wählte sogar einen slawischen Namen, „PAV Sveeti“.
Wo wenn nicht hier, wenige Kilometer entfernt von der Großstatt Stettin mit ihrer stillgelegten Werft und all den arbeitslosen Schweißern, Elektrotechnikern und möglicherweise sogar Ingenieuren, wo sonst müssten sie in diesen Tagen einer Jobvermittlung die Tür einrennen? Doch auf Lorenz’ Schreibtisch stapelt sich kein Berg polnischer Lebensläufe, keine Invasion karrierehungriger Fachkräfte klingelt Sturm.
„Die Wirklichkeit“, seufzt der 55-Jährige, der sich mit anderen Arbeitsvermittlern aus der Grenzregion vernetzt hat, „bleibt leider deutlich hinter den Erwartungen vieler zurück. Es ist leichter, von hier aus in Österreich gute Leute zu finden als in Polen."

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Veröffentlichung/ data publikacji: 16.05.2011