15° OST

Es ist Sommer 2010. Irgendwo im Niemandsland zwischen Zittau und Görlitz an der Bundesstraße 99. Dort hinten liegt Polen, rechts daneben Tschechien. Zwölf junge Reporter haben hier Stellung bezogen. Sie schlafen auf Bäumen, suchen nach Wölfen und jagen ein Phantom. Auf „15° Ost“ erzählen sie Geschichten von Angst und Verfall. Aber auch von Hoffnung und Neubeginn.
Editorial von Holger Fröhlich und Anna Hunger
„Görlitz ist die schönste Stadt Deutschlands“, sagt Gottfried Kiesow, der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Aber die Stadt, durch die der 15. Längengrad Ost verläuft, ist mehr: Es ist die östlichste Stadt Deutschlands und das kulturelle Zentrum einer Region, in der die Menschen noch bis vor kurzem durch Grenzposten voneinander getrennt waren. Seit Polen und die Tschechische Republik zur Europäischen Union gehören, wächst auch hier zusammen, was zusammengehört. Langsam zwar, aber stetig. Immer mehr Brücken werden zwischen den drei Ländern gebaut. Nicht nur steinerne, auch soziale und kulturelle wie das Görlitzer Altstadtfest, das jedes Jahr auf der Fußgängerbrücke stattfindet, die Görlitz und seinen polnischen Zwilling Zgorzelec verbindet.
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Veröffentlichung/ data publikacji: 07.06.2011