Angehörige der Sobibor-Opfer empört

"Die Deutschen bauen sich ein schickes Holocaustmahnmal in Berlin und denken, damit ist die Sache erledigt", empört sich Marek Bem, langjähriger Leiter der Gedenkstätte Sobibor in Südostpolen. "Für die Mordstätten in den Sümpfen Osteuropas interessiert sich kein deutscher Politiker und kein Botschafter."
Vor wenigen Tagen musste Bem die Ausstellung "Vernichtungslager Sobibor" schließen. Vier Mitarbeiter der Gedenkstätte mussten entlassen werden. Es ist kein Geld mehr da. Zwar hatte das Kulturministerium in Polens Hauptstadt Warschau versprochen, die Gedenkstätte zum 1. Mai zu übernehmen, machte aber einen Rückzieher, als die Kreisverwaltung in Wlodawa die Rechnung für Investitionen der letzten Jahre auf den Tisch legte.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 08.06.2011