Juwelen der Straße

Wohl kaum eine Kunst war in den vergangenen Jahren international so erfolgreich wie junge Malerei und Skulptur „Made in Poland“. Den in die weite Welt strebenden Künstlern mochte es wenig gefallen haben, dass ihre Werke ausgerechnet einen Stempel aufgedrückt bekamen, der sie an ihr Heimatland zurückbindet. Woher sich die Kraft dieser jungen Generation speist, liegt für die Grande Dame der polnischen Kunst und Kuratorin der großen Jubiläumsausstellung im Martin-Gropius-Bau, Anda Rottenberg, auf der Hand.
Nicht erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kamen die Maler und Bildhauer in Fahrt. Die Avantgarde blieb auch während der kommunistischen Jahre konstant aktiv, und sei es im Widerstand. Kunst zu machen, entsprang einem kritischen Geist, der auch heute noch das Werk vieler Künstler prägt, die sich als dezidiert politisch verstehen.
Bücher zum Thema: Zak Branicka Foundation (Hrsg.): Polish! Zeitgenössische Kunst aus Polen. HatjeCantz Verlag, Stuttgart 2011, 320 S., 39,80 €. Artur Zmijewski: Körper in Aufruhr. Gespräche mit Künstlern. Hrsg. Berliner Künstlerprogramm des Daad, Berlin 2011, 325 S., 25 €

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Veröffentlichung/ data publikacji: 13.09.2011