"Zerschneiden wir den gordischen Knoten"

Vor wenigen Wochen sorgte der weltbekannte polnische-britische Soziologe Zygmunt Bauman für Aufsehen und auch Empörung, als er den israelischen Mauerbau um die Palästinensergebiete mit der Mauer um das Warschauer Getto verglich. Bauman, Jahrgang 1925, überlebte den Holocaust als Flüchtling in der Sowjetunion. Seit Anfang der Siebzigerjahre lehrt er in Großbritannien und ist vor allem durch seine Studien zum Verhältnis von Holocaust und Moderne bekannt geworden. Am Rande des Europäischen Kultur-Kongresses Breslau sprach er über das Vorbild Europa, den Nahost-Konflikt und Missverständnisse in den Medien.
"Der einzige Bereich, in dem Europa der Welt wirklich etwas bieten kann, ist die Kultur. Das meine ich in einem anthropologischen Sinne. Vielleicht sollte man besser von einer europäischen Zivilisation sprechen. Europa hat die schwere Kunst gelernt, jahrhundertealte Konflikte, Vorurteile und Feindschaften hinter sich zu lassen."

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13615173/Zer...
Veröffentlichung/ data publikacji: 20.09.2011