Blick über die Oder

Gorzów (Landsberg): Schrödersche Villa renoviert
Eine Villa, die der einstige Kabelfabrikant Gustav Schröder 1903 im damaligen Landsberg an der Warthe für sich errichtet hatte, erstrahlt in neuem Glanz. Das Gebäude und der umliegende Park gehören bereits seit einigen Jahrzehnten zum Wojewodschaftsmuseum (Muzeum Lubuskie). Bis 30. November werden in der renovierten Villa Druckgrafiken aus dem Kunstarchiv Beeskow (Oder-Spree) gezeigt.

Nowa Sól (Neusalz): Ausschreibung für Oderschiffe erfolglos
Die Pläne, bis zum Jahr 2013 zwei Touristenschiffe zu bauen, die auf der Oder zwischen Nowa Sól, Frankfurt und Küstrin verkehren sollen, stoßen auf technische Probleme. Die Stadtverwaltung Nowa Sól, die das Projekt bei der EU beantragt hat, teilte jetzt mit, dass sich auf die erste Ausschreibung für den Bau der Schiffe keine Interessenten gemeldet hätten. Grund sei, dass wegen des häufigen Niedrigwassers im Grenzfluss ein Tiefgang der Schiffe von nur 70 Zentimeter gefordert war. Diese Vorgabe soll nun geändert werden.

Warschau: Kaczynskis Katze ist gestorben
Warschau. Polens früherer Ministerpräsident und heutiger Oppositionschef Jaroslaw Kaczynski lebt künftig allein in seiner Warschauer Wohnung. Seine Katze Alik verstarb jetzt im Alter von zwölf Jahren. Das Haustier war im Nachbarland ein Medienstar, galt es doch außer dem 2010 verunglückten Zwillingsbruder Lech und der Mutter Jadwiga als einziges Lebewesen, dem Kaczynski wirklich vertraute. Ob der 62-Jährige sich eine neue Katze anschaffen wird, ist unbekannt.

Danzig: Walesas Frau litt unter Alleinsein
Auch aus dem Privatleben des früheren polnischen Präsidenten Lech Walesa gibt es Neuigkeiten. Trotz acht gemeinsamer Kinder habe sich seine Ehefrau Danuta jahrelang einsam gefühlt, berichtet diese in einer Autobiografie, die morgen erscheinen soll. „Als er in die Politik ging, hörte unsere Familie auf zu existieren“, zitieren Zeitungen vorab. Danuta Walesa wurde bekannt, als sie 1983 in Oslo den Friedensnobelpreis für ihren Mann entgegennahm. Dieser war nicht gefahren, weil er befürchtet hatte, dass ihn die kommunistischen Behörden nicht wieder nach Polen einreisen lassen würden.

Gesundheitsminister kommt aus Stettin
Bartosz Arlukowicz, früher Dozent an der Medizinischen Akademie Stettin, ist neuer Gesundheitsminister Polens. Die Berufung des 39-Jährigen durch Regierungschef Donald Tusk sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil Arlukowicz erst im Sommer aus der Linkspartei SdPl-Nowa Lewica in die regierende liberale Bürgerplattform PO gewechselt war. Tusk will die PO zur breiten Volkspartei machen.

Zielona Góra (Grünberg): Steigende Zahl von Selbstmorden
Über einen alarmierenden Anstieg von Selbstmorden in der Region Zielona Góra berichtet die Zeitung „Gazeta Wyborcza“. So habe es in diesem Jahr schon 144 Suizide gegeben, gegenüber 104 im gesamten Vorjahr. Häufigste Gründe seien neben Depressionen und Krankheiten auch Familien- oder berufliche Probleme.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 22.11.2011