Lehrstück der Geschichtspolitik: Zur viel diskutierten Ausstellung "Tür an Tür" im Gropius-Bau

Kuratorin Anda Rottenberg hatte für die repräsentative Schau, die mit dem Königsschloss in Warschau koproduziert wurde, auch ein filmisches Werk des polnischen Künstlers Artur Zmijewski ausgewählt.
In Berek (1999) sind nackte Menschen zu sehen, die in einem gleichermaßen "nackten" Raum "Fangen spielen". De facto hat Zmijewski in zwei Räumen gedreht, bei einem davon handelt es um eine frühere Gaskammer eines NS-Konzentrationslagers. Der Künstler versteht seine Arbeit als "therapeutisch". Es nimmt aber nicht wunder, dass sie anderen Menschen als anstößig gilt.
Sie zeigt möglicherweise Respekt für die Opfer der Konzentrationslager in einer Form, die als Entstellung jener klassischen Bildpolitiken zu lesen ist, von der es in Tür and Tür zahllose Beispiele gibt.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 25.11.2011