Pakete der Solidarität

Es geschieht in einem strengen Winter, im Dezember 1981. Michael Platzer aus der Zeppelinstraße in Bayreuth, 14 Jahre alt, sitzt an Bord eines Lastwagens. Am Steuer Peter Platzer, sein Vater. Der Sohn ist neugieriger Beobachter. Der Laster rollt nach Osten, durch den Eisernen Vorhang hindurch, aber nicht ohne Hindernisse. Die tschechischen Grenzer wissen, worum es geht, und befehlen den Fahrern, alle Pakete an Bord zur Kontrolle aufzureißen.
Es geht um Lebensmittelpakete für Polen, wo Wirtschaftskrise und Freiheitskampf auf ihrem Höhepunkt sind. In der Nacht zum 13. Dezember, nur Stunden nachdem der Lastwagen der Platzers die Grenze passiert hat, verhängen sie das Kriegsrecht über Polen. Am Morgen erreicht der Lastwagen das schlesische Lauban, polnisch Luban. Da sieht Michael die Marta zum ersten Mal.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 12.12.2011