Diese Journalisten schreiben gegen die Diktatur

Journalisten in Weißrussland leben gefährlich. Wer unabhängig berichtet, landet schnell im Gefängnis oder Krankenhaus. Nicht alle lassen sich davon einschüchtern.
Michal Jantschuk ist erleichtert. Auch an diesem Morgen findet er seinen Arbeitsplatz so vor, wie er ihn tags zuvor verlassen hat. Er stellt seine Tasche ab und setzt Teewasser auf. „Wenn die nächste Krise kommt, und das passiert in Weißrussland etwa einmal im Jahr, müssen wir wieder umziehen.“
Der letzte Umzug war zu Beginn dieses Jahres. Zuvor hatten die Männer von der Staatssicherheit (sie heißt hier immer noch KGB) nachts die Tür aufgesägt, Materialien beschlagnahmt, danach die Tür versiegelt und dem Mieter Hausverbot erteilt. Die letzte Krise: Sie hatte begonnen, als am Tag der Präsidentenwahl am 19. Dezember 2010 die Behörden mehrere Kandidaten krankenhausreif schlagen und ins Gefängnis werfen ließen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 23.12.2011