Spiel mir den Beat vom Tod

Der polnische Kinofilm "Du bist Gott" erzählt vom Selbstmord eines Rap-Stars. Und verändert damit ein ganzes Land.
Was für ein Film! Was für eine Welt! So leben sie also, die Jugendlichen, die jungen Erwachsenen. Dort hinter der Szene, im Halbdunkel, wo Zigarettenrauch und Bühnennebel sich mischen, wo nichts mehr Orientierung gibt außer den Beats des HipHop. Wer der King ist, der darf mit dem Mikro auf die Bühne, dort rappt er dann in die Menschenmenge, und Hunderte nackter Arme bewegen sich dazu im Takt wie die Tentakel einer Seenelke im Ozean. Aber wenn der Rausch vorüber ist, beginnt das triste Leben: in den Wohnblocks von Oberschlesien, im Schatten der Fördertürme und Abraumhalden.
Ganz Polen zuckt in diesen Tagen zum Rhythmus eines Films. In der ersten Woche sind 600.000 Menschen deswegen in die Kinos gerannt. Schon wird vermutet, er könnte die großen Historienfilme von Andrzej Wajda und Jerzy Hoffman übertreffen, die größten Kassenschlager der letzten zwanzig Jahre. Ein HipHop-Film in Polen – das ist auf den ersten Blick überraschend.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 17.10.2012