Staatsdiener im Selbstbedienungsladen

Von der Habgier der Betuchten und von einem Selbstbedienungsladen für Politiker war in der vergangenen Woche in Polens Öffentlichkeit die Rede.
Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Veröffentlichung im Boulevardblatt »Fakt«. Parlamentspräsidentin Ewa Kopacz habe sich eine Jahresprämie in Höhe von 45 000 Zloty genehmigt, ihre fünf Stellvertreter seien mit je 40 000 vergütet worden. Auf die Medienkritik reagierte die Sejmmarschallin zunächst gelassen: Das Geld stehe den Empfängern zu. Obwohl der linke Abgeordnete Ryszard Kalisz sich mit breiter Brust vor Frau Kopacz stellte und den Kritikern populistische Gelüste vorwarf, beherrschte das Thema Habgier alle Fernsehkanäle und die Tagespresse, darunter auch die ach so feine »Gazeta Wyborcza«.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 05.02.2013