Geh in dein Bilderkämmerlein und bete

Eine Videoinstallation in Berlin erinnert an die Fresken des jüdisch-galizischen Dichters Bruno Schulz.
Das Wort "Kammer" lässt nicht nur an selig-süßen Schlaf denken. Kammer kann auch der Sterbeort sein oder das Zimmer, in dem Blaubart seine Opfer gefangen hielt. Ein Hauch von Düsterkeit und Drangsal liegt auch über der Bezeichnung "Bilderkammer", zumal wenn man sie mit Bezug zu dem jüdisch-galizischen Schriftsteller Bruno Schulz verwendet, der in seiner Heimatstadt Drohobycz gezwungen war, das Kinderzimmer in der Villa des SS-Hauptscharführers Felix Landau auszumalen – im Jahr des Unheils 1942. Beklemmend, bedrohlich klingt das ganz zurecht, obwohl der Auftrag des "Blutordensträger" Landau an seinem "Leibjuden" Schulz gut gemeint war.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article116282746/Ge...
Veröffentlichung/ data publikacji: 17.05.2013