Fremde frohe Laute

Uwe Rada schreibt den Lebenslauf der Oder - von den Quellen bis zur Mündung in die Gegenwart

Nachdem die Oder jahrzehntelang von den meisten Deutschen nur als Grenzfluss, als geschichtsträchtiges Symbol für Krieg und selbstverschuldeten Verlust wahrgenommen wurde, hat sich ihr "Image" seit der Wende verändert. Man spaziert über die Oder-Brücken, besucht den "Europapark" in Frankfurt (Oder) auf der Insel Ziegenwerder, fährt nach Glogau/Glogów oder gleich nach Breslau, das mit seinen Oder-Inseln ein "Venedig des Nordens" geworden ist. Plötzlich steht die Oder nicht mehr für Peripherie und Ende, sondern für kulturlandschaftliche Kontinuität. Aus dem "Fluss des deutschen Ostens" und dem "Schicksalsfluss Europas" (Karl Schlögel) ist ein Fluss Mittelosteuropas geworden.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 06.03.2006