Rechtsruck in Ungarn

52,8 Prozent der Wähler stimmten für den rechts-konservativen Bund Junger Demokraten (FIDESZ), teilte die Landeswahlkommission (OVB) am Sonntagabend nach Auszählung fast aller Stimmen mit. Damit wird der nächste Regierungschef Viktor Orbán heißen. Es ist jener Mann, der schon von 1998 bis 2002 regierte.

Der Triumph der Rechten ist total, denn neben FIDESZ gibt einen weiteren Wahlsieger auf der Rechten: Mit einer fast 30-köpfigen Fraktion wird die rechtsextreme Jobbik (Die Besseren) im Parlament sitzen, die mit ihrer Hass-Rhetorik gegen die Roma und die politische Elite auch die Stimmen vieler Enttäuschten einsammelte.

Jobbik erreichte damit 16,7 Prozent der Wähler – und zog erstmals ins Parlament ein. Die Rechtsradikalen unterhalten sogar einen paramilitärischen Arm: Die so genannte "Ungarische Garde" wurde zwar 2009 gerichtlich verboten. Doch inzwischen tauchen die glatzköpfigen Schläger unter dem Namen "Neue Garde" als Schutztruppe bei Wahlkampfveranstaltungen auf.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 12.04.2010