EU verheizt das Geld in der Müllverbrennung

Der Zeitpunkt war gut gewählt. Am gestrigen Montag verlieh die für europäische Strukturförderung zuständige Kommissarin Danuta Hübner die "RegioStars" für Projekte, die Energieeffizienz und erneuerbare Energien fördern. Ein Umweltnetzwerk vergab dagegen die "RegioScars" für EU-geförderte Projekte, die der Umwelt besonders schaden.

Den ersten und zweiten Platz bei den "RegioScars" belegen ausgerechnet Vorhaben aus Polen, dem Heimatland der Regionalkommissarin. Die Verbände Bankwatch und Friends of the Earth rechneten vor, dass neun städtische Müllverbrennungsanlagen insgesamt 579 Millionen Euro aus den EU-Fonds erhalten sollen - das sind 44 Prozent der Summe, die die EU in der Planungsperiode 2007 bis 2013 für Müllmanagement in Polen ausgeben will. Dabei hat das Land bei Recycling, Müllvermeidung und Wiederverwertung enormen Nachholbedarf: Mit einer Recyclingquote von 4 Prozent steht es im EU-Vergleich an letzter Stelle.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 26.02.2008