"Für uns ist Schengen fatal"

Marek Mazur ist es gewohnt, die Dinge schönzureden. Der Handel breche in den Wintermonaten immer etwas ein, erklärt der Verwaltungsratsvorsitzende des städtischen Markts "Hala". Doch wenn Mazur aus dem Fenster schaut, sieht er nichts als leere Stände. "Ukrainer-Markt" nennen die Bewohner der polnischen Grenzstadt Przemysl das Areal; noch im Dezember deckten sie sich hier billig mit Esswaren und Stoffen aus der knapp 15 Kilometer entfernten Ukraine ein. "Nun haben wir einen Umsatzeinbruch von 60 bis 70 Prozent", gibt Mazur zu. Die ukrainischen Händler hätten noch keine Schengen-Visa; nur wenige könnten nach Polen fahren, erklärt er. "Wir alle warten auf den kleinen Grenzverkehr." Im Gegensatz zu Ungarn, das für die Ukrainer entlang der knapp 100 Kilometer langen gemeinsamen Grenze gleich nach der Schengen-Erweiterung eine Regelung über den visafreien kleinen Grenzverkehr bereithielt, hat Polen Verhandlungen für ein solches Abkommen erst im Januar begonnen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 05.03.2008