Neues Deutschland

Polens Premier: Nur keine Panik!

Die EU-Präsidentschaft Polens hat die Bedeutung des Landes innerhalb der EU nicht wesentlich verändert. Das ist in den vergangenen zwei Wochen deutlich geworden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 23.08.2011

Eine Straße für Amadeu Antonio?

ND: Der ehemalige DDR-Vertragsarbeiter Amadeu Antonio starb im Dezember 1990 an den Folgen eines Überfalls von Neonazis in Eberswalde. An diesem Freitag, den 12. August, soll in der brandenburgischen Stadt eine Straße symbolisch nach dem Angolaner benannt werden. Wann wird die offizielle Umbenennung erfolgen?

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.08.2011

Polen: Tod eines Bauernführers

Im Warschauer Vorstandsbüro der Partei Samoobrona (Selbstverteidigung) wurde am Freitag deren Vorsitzender, Andrzej Lepper (57), erhängt aufgefunden. Ein Sprecher der Polizei sagte nach ersten Untersuchungen, dass ein Einwirken dritter Personen nicht festgestellt worden sei.

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.08.2011

Polens Dauerbrenner heißt »Smolensk«

Steht in Warschau eine Regierungsumbildung bevor? Knapp zehn Wochen vor den Parlamentswahlen, gleich zu Beginn der polnischen EU-Präsidentschaft wird das an der Weichsel für möglich gehalten.
Anlass für Spekulationen ist die bevorstehende Veröffentlichung eines weiteren Berichts über die Ursachen der Flugzeugkatastrophe am 10. April 2010, als bei Smolensk Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere Personen ums Leben kamen. Erarbeitet hat den Report ein Untersuchungsausschuss unter Innenminister Jerzy Miller.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.07.2011

Gutes Klima für bilaterale Beratung

Für den heutigen Dienstag ist in der polnischen Hauptstadt eine gemeinsame Sitzung der Regierungen Deutschlands und Polens angesagt. Dies geschieht aus Anlass des 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrags zwischen beiden Staaten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 21.06.2011

Polen ist EU-Spitze beim Spitzeln

Die Demokratie in Polen, die sich selbst gern als Vorbild beispielsweise für Osteuropa oder Nordafrika darstellt, hat einen ernsthaften Makel: Allzu oft werden die Bürger von Spezialdiensten bespitzelt.
Polen sei europäische Spitze, hieß es in der »Gazeta Wyborcza«. Auch auf privaten Fernsehkanälen war zu hören, dass diverse Dienste reges Interesse dafür zeigen, wie oft wer mit wem worüber und wie lange telefoniert. Das Netz werde sowieso überwacht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.06.2011

Jugendwerk hofft auf mehr Geld

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird laut brandenburgischer Staatskanzlei am 17. Juni mit einer Festveranstaltung in Berlin gefeiert. Dazu werden auch Bundespräsident Christian Wulff und der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski als Schirmherren erwartet.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.06.2011

Rosas Neffe

Ein Neffe Rosa Luxemburgs ist jetzt in Vilnius im Alter von 97 Jahren verstorben. Kazimierz Luxemburg ist kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, am 31. Mai 1914 in Warschau, geboren worden. Er hatte Medizin studiert und war, wie sein Vater Józef, 1918 bis 1934 im unabhängigen Polen einer der bekanntesten Experten im Gesundheitswesen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Wilno, wie Vilnius auf Polnisch genannt wird, fand er sich alsbald auf der sowjetische Seite der Demarkationslinie wieder, mit der Polen geteilt wurde.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.06.2011

»Soldaten unschuldig, Zivilisten tot«

Nachdem zwei polnische Soldaten im August 2007 durch eine Sprengstofffalle der Taliban verletzt worden waren, hatte eine Kampfgruppe des 18. Sturmbataillons im Dorf Nangar Khel in der Provinz Paktika durch Maschinengewehr- und Granatwerferbeschuss sechs Zivilpersonen, darunter Frauen und Kinder getötet. Die Geschosse hatten nach Angaben der Dorfbewohner auch eine Hochzeitsgesellschaft in einem Gehöft getroffen. Der kommandierende Offizier und dessen Vorgesetzte bestritten, dass da »wild hineingeschossen wurde«, vielmehr seien in der Nähe Rebellen gesichtet worden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.06.2011

Doppelte Vertreibung

Der Dokumentarfilm »Aber das Leben geht weiter« bringt Vertriebene zusammen. Der Film des Regie-Paares Karin Kaper und Dirk Szuszies nutzt die Familiengeschichte der Regisseurin für eine sehr persönliche Erinnerung an die Schneisen, die die große, politische Geschichte in kleine, individuelle Geschichten reißt. Drei Frauen auf deutscher, drei Frauen auf polnischer Seite – Großmutter, Mutter, Enkelin – sprechen gemeinsam, auf Polnisch und Deutsch über die Jahrzehnte seit Kriegsbeginn, über ihre jeweilige Familiengeschichte und wie diese beiden Geschichten sich kreuzten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.05.2011