Der Tagesspiegel

Um das Überleben gespielt

Er sollte dem Lagerführer Akkordeon beibringen. „Wenn ich es in einer Woche kann, wirst du leben“, sagte der zu ihm, sonst werde er sterben, wie noch kein Jude im Lager gestorben sei. Wie die Musik Leopold Kozlowski vorm Holocaust rettete.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.01.2012

Atomkraft ist nicht Atomkraft

Denn in aller Ruhe des milden Winters entsteht derzeit im Königsberger Gebiet ein russisches Akw. Es soll sogar noch früher als die polnischen in Betrieb gehen, und seine Kapazität wird etwa das Vierfache des Eigenbedarfs der Region umfassen. Und genau darum geht es: Das russische Akw soll auch Strom nach Westen liefern, vor allem nach Deutschland.
Bemerkenswerterweise gibt es in Deutschland keine Massenpetitionen oder Proteste gegen diesen Bau, keine Appelle an die russische Regierung und keine öffentlichen Bedenken gegenüber der Zuverlässigkeit der russischen Technik.

Veröffenlichung/ data publikacji: 21.01.2012

„Künstler sagen leichter die Wahrheit“

Artur Zmijewski, Leiter der Berlin-Biennale, über die Politisierung der Kunst und die Angst der Deutschen vor ihrer Geschichte (Jg. 66) aus Warschau leitet die 7. Berlin-Biennale.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.01.2012

Bedrohte Nazigegner fühlen sich alleingelassen

Seit Monaten werden Berliner Politiker, Gewerkschafter, Journalisten und linke Aktivisten auf einer rechtsextremen Internetseite bedroht. Die Neonazis veröffentlichen in ihrer Hassliste Fotos und private Informationen über die Personen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.01.2012

Hinter der Grenze verliert sich die Spur

Bauern in der Uckermark sind verzweifelt. Trotz aufwendiger Sicherungssysteme werden immer wieder Landmaschinen gestohlen Die Unternehmen fordern mehr Polizeipräsenz an den Brücken nach Polen. Jetzt werden weitere Einheiten eingesetzt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.01.2012

Gemeinsam gegen Ganoven an der Grenze. Prawda und Platzeck wollen mehr Kooperation.

Es war ein Pflichttermin zuallererst für Polens Botschafter Marek Prawda. Seine Äußerungen über deutsche Sicherheitsbehörden hatten die Gespräche über die Zusammenarbeit der Polizei in Brandenburg und Polen im Kampf gegen den Fahrzeugklau und europaweit tätige Autoschieberbanden beschleunigt. Jetzt sollen die Drähte der Behörden an der deutsch-polnischen Grenze ausgebaut und der Informationsaustausch verbessert werden. Darauf einigten sich Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Prawda bei Gesprächen mit ranghohen Polizeibeamten am Mittwoch in Polens Botschaft in Berlin.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.01.2012

„Zu einfach, in Deutschland Autos zu stehlen“

Ministerpräsident Matthias Platzeck warnte, die Delikte entlang der Grenze belaste die deutsch-polnischen Beziehungen. Nun keilt Polens Botschafter Marek Prawda zurück und fordert bessere Prävention gegen grenzübergreifende Kriminalität.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.01.2012

Die Szene wächst.

Ein großes grünes Hakenkreuz zierte ausgerechnet am 1. September unversehens in Jedwabne den Gedenkstein für die dort vor 70 Jahren von Polen ermordeten Juden. Niemand will die Täter bemerkt haben, die den Gedenkstein ein paar Tage zuvor schon mit den Aufschriften „Wir entschuldigen uns nicht für Jedwabne!“ und „Sie waren leicht brennbar“ beschmierten. Die Polen hatten ihre Nachbarn im Juli 1941 bei dem Pogrom in eine Scheune gesperrt und lebendigen Leibes verbrannt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 30.12.2011

Nicht nur die Polen meiden Deutschland

Deutschland verzeichnete zuletzt mehr Zuzüge als Auswanderungen. Aus Sicht vieler Mittel- und Osteuropäer aber lohnt sich ein Leben in der Bundesrepublik nicht mehr.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.12.2011

Noch mehr Geld für abgetauchte Nazis?

Der Fall der Gelder des Thüringer Verfassungsschutzes, die über einen V-Mann der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ zugute kommen sollten, wird zunehmend mysteriös. Nach Informationen des Tagesspiegels hat der rechtsextreme V-Mann Tino Brandt offenbar mindestens zweimal D-Mark-Beträge an mutmaßliche Unterstützer der 1998 abgetauchten Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe weitergegeben. Da sind zum einen die 2000 Mark, die Brandt, wie berichtet, Ende der 1990er Jahre dem Neonazi André K. überreichte. André K. sollte davon falsche Pässe für das Trio besorgen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 20.12.2011