Gespräch

"Ursachen lassen sich nicht leicht festmachen"

Der Sozialpsychologe Bernd Simon hat nachgewiesen, dass junge Migranten deutlich schwulen- und lesbenfeindlicher sind als ihre deutschen Altersgenossen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.06.2008

„NPD-Fahnen in der Sporthalle“

Die NPD nutzt den Fußball als wichtigsten Breitensport für ihre Zwecke, warnt Winfriede Schreiber. Roman Goll sprach mit der Verfassungsschutz-Chefin über den Rechtsextremismus in märkischen Vereinen sowie im Fußball-Fanmilieu.
Frau Schreiber, waren Sie schonmal im Fußball-Stadion?
Ja. Aber das ist lange her – in meiner Jugendzeit für die Schülermannschaft meines Gymnasiums. Später habe ich dann auch ein Hertha-BSC-Spiel gesehen. Gemeinsam mit unserem Aupairmädchen.
Sind Sie dabei mit Rechtsextremismus konfrontiert worden?

Veröffenlichung/ data publikacji: 24.05.2008

Kostrzyner Schüler beim Familiensportfest

Beim 4. Familiensportfest des Kinderrings Neuhardenberg in Golzow konnten die Veranstalter auch eine Delegation der 4. Grundschule aus Kostrzyn begrüßen. Zehn Grundschüler waren gemeinsam mit Schulleiter Jaroslaw Szydelko nach Golzow gekommen. Ulf Grieger sprach mit ihm über die Kooperation der Einrichtung mit deutschen Partnern.

moz: Herr Szydelko, wie kam es zur Teilnahme am Sportfest?

J. Szydelko: Wir sind seit längerem Partner der Jugendklubs des Kinderrings Neuhardenberg. Es gibt eine gemeinsame Küstriner Tanzgruppe, wir spielen zusammen Fußball.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.04.2008

"Ich will nicht den polnischen Durchschnitt zeigen"

Wunderbare Geschichten, politische Statements - morgen beginnt das Festival "Film Polska". Insgesamt werden rund 90 Filme gezeigt. Berlin ist dafür der perfekte Ort, sagt Organisator Kornel Miglus, denn das Publikum sei offen und international, polnische Filmemacher kämen gerne hierher

taz: Herr Miglus, wenn Sie zwei Klischees über den polnischen Film nennen sollten, welche wären das?

Kornel Miglus: Andrzej Wajda und Krzysztof Kieslowski. Beides Altmeister. Man assoziiert das polnische Kino mit seinen Altmeistern.

Und den Typus Film, den sie machen?

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.04.2008

"Wir kämpften für die Freiheit. Und nicht gegen Vietnam"

Im März 1968 wurde Adam Michnik von der Uni geworfen - und verhaftet. Danach brach der Studentenprotest in Polen aus. Was war der Unterschied zwischen 68 im Westen und 68 im Osten?

taz: Herr Michnik, haben Sie 1968 je mit Steinen auf Milizionäre geworfen?

Adam Michnik: Mit Steinen?

Oder Polizeiautos angezündet?

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.04.2008

"Politisch motiviert"

Ob Umwelt, Sicherheit oder Kosten: Kritik an der Ostsee-Pipeline weist Nord-Stream-Sprecher Jens Müller zurück

taz: Herr Müller, als "ernsthafte Bedrohung für die Biodiversität und die Bewohner in der Region" wird die geplante Ostseepipeline jetzt in einem EU-Berichtsentwurf beurteilt - ein weiterer Schritt hin zum politischen Aus des Projekts?

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.04.2008

"Möllerowski? Dann bekomme ich keine Wohnung“

Kabarettist und Fernsehstar: Steffen Möller ist in Polen so bekannt wie der Papst. Ein Gespräch über ein nahes, fernes Land
Herr Möller, gibt es eine Frage, die Sie nicht mehr hören können?
Ja, gibt es: Herr Möller, von Wuppertal nach Warschau, wie konnte das passieren?
Wie konnte es denn?
Ich habe während des Studiums aus reiner Neugier einen Polnischkurs in Krakau gemacht. Schon an meinem ersten Tag in Polen habe ich gemerkt, dass ich ein tolles Land und eine genauso tolle Sprache entdeckt habe. Von da an war ich verloren.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.03.2008

"Antisemitismus tritt heute offener auf"

Das Sensibilität deutscher Politiker und Institutionen für Antisemitismus hat sich vergrößert. Gleichzeitig erschwert die gegenwärtig sehr kritische Haltung in der Bevölkerung gegenüber den USA die Arbeit des American Jewish Committee

taz: Frau Berger, zehn Jahre ist das American Jewish Committee (AJC) nun schon in Deutschland, als erste amerikanisch-jüdische Organisation überhaupt - wie viele antisemitische Briefe, E-Mails und Anrufe erhalten Sie pro Woche?

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.03.2008

Massenmord als Teil der Geschichte

Der polnische Filmemacher Andrzej Wajda über sein Werk "Katyn", in dem er die Ermordung von mehr als 20.000 polnischen Offizieren und Intellektuellen durch die Sowjets im Jahre 1940 dramatisiert.

Wann haben Sie erfahren, dass Ihr Vater tot ist?

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.02.2008

Das Schweigen nach dem Massaker

Andrzej Wajdas Film "Katyn" erzählt vom sowjetischen Massenmord an 22 000 polnischen Offizieren. Es ist auch die Geschichte seines Vaters

Herr Wajda, Sie wurden mit Ihrem jüngsten Film "Katyn" in der Kategorie bester ausländischer Film für einen Oscar nominiert. Herzlichen Glückwunsch! Rechnen Sie damit zu gewinnen?

Ich würde mich sehr freuen! Vielleicht kann ich ja doch Filme machen ...

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.02.2008