Geschichte und Erinnerung/ historia i pamięć

Opfer deutschen Kriegsterrors verklagt Bundesrepublik

Die Haut des alten Mannes ist von Narben bedeckt. Er atmet schwer, nur mit Mühe kann er seine Finger bewegen. Die schweren Verletzungen haben Winicjusz Natoniewski vor über sechs Jahrzehnten deutsche Soldaten zugefügt. Dafür will er nun eine Entschädigung haben. Damals, am 2. Februar 1944, umstellten deutsche Polizeieinheiten das kleine Dorf Szczecyn in Ostpolen. Den Bewohnern wurde vorgeworfen, sie hätten Untergrundkämpfern geholfen. Dafür sollte nun ein Exempel statuiert und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht werden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.11.2007

Kalt und heuchlerisch

In Polen ist die Angst vor Entschädigungsforderungen der Vertriebenen eng mit dem Namen Erika Steinbach verbunden

Veröffenlichung/ data publikacji: 30.10.2007

"Auschwitz hat einen anderen Fokus"

Krystyna Oleksy, die stellvertretende Direktorin des Museums Auschwitz-Birkenau und Leiterin der dortigen pädagogischen Abteilung, erklärt, warum ein Minimalismus wie in Bergen-Belsen, in der polnischen Gedenkstätte nicht in Frage kommt

taz: Frau Oleksy, ist das minimalistische Konzept der Gedenkstätte Bergen-Belsen nicht dezenter - und zeitgemäßer - als die schockierende Präsentation von Haar- und Schuhbergen in Auschwitz?

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.10.2007

Vernunftvolles Erinnern

Das im Koalitionsvertrag festgelegte "sichtbare Zeichen", mit Hilfe dessen an Flucht und Vertreibung der Deutschen nach 1945 erinnert werden soll, nimmt jetzt erste Konturen an. Die Koalitionspartner haben sich auf ein Dokumentationszentrum in Berlin geeinigt, das ausschließlich vom Bund getragen und finanziert wird. Obwohl zahlreiche Klippen lauern, könnte dieses Projekt den erbitterten Streit um das vom Bund der Vertriebenen (BdV) initiierte "Zentrum gegen Vertreibungen" beenden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.10.2007

Wandel durch Überrumpelung

Die große Koalition einigt sich auf ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ – und brüskiert Polen

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.10.2007

Lange erwartet

Andrzej Wajdas Verfilmung des Katyn-Massakers wühlt Polen auf

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.10.2007

Zivildienst in Auschwitz

"Auschwitz parking" steht auf einem großen Schild vor dem Parkplatz nahe dem ehemaligen KZ - die Kamera von Robert Thalheim fängt dieses absurde Detail eher nebenbei am Bildrand ein. Auch sonst wird er nur selten so überdeutlich wie in der Szene, in der ein deutscher Jugendlicher sich von einem einstigen KZ-Häftling seine eintätowierte Nummer zeigen lässt und mit Enttäuschung in der Stimme sagt, man könne ja kaum noch etwas sehen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.10.2007

Czechy odkrywają swoich "dobrych Niemców"

Powstała w 1918 roku na gruzach monarchii austro-węgierskiej Republika Czecho-Słowacka była w swej etnicznej różnorodności miniaturą cesarstwa habsburskiego, aczkolwiek z przeciwnym znakiem. Dominującą rolę odgrywali w niej Czesi, a Niemcy z dużą niechęcią pogodzili się z przyznanym im statusem „mniejszości”. Licząc ponad 3,2 miliona osób według spisu ludności z 1930 roku, stanowili przecież jedną piątą mieszkańców.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.10.2007

Katyńska matrioszka

Przez 14 lat rosyjscy prokuratorzy, początkowo przy pomocy kolegów z Polski, prowadzili żmudne śledztwo. Rozkopywali mogiły, przesłuchiwali świadków, przewalali tony dokumentów w archiwach. A kiedy skończyli pracę, to, co znaleźli, zostało utajnione.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.09.2007

Die Nationalität ist eine Frage der Option

Im Schicksal Bolko Kliemeks, eines Polen, der in Berlin geboren wurde und die meiste Zeit seines Lebens in dieser Stadt gelebt hat, spiegelt sich das stürmische 20. Jahrhundert allzu deutlich wider, sowohl die große Geschichte als auch die private sind darin miteinander verwoben. Ewa Czerwiakowski hat seine Erinnerungen aufgezeichnet. Sein Lebensbericht wird in den nächsten Nummern fortgesetzt. (Die Redaktion)

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.09.2007