Neue Züricher Zeitung

Hereinbrechende Ränder

Die innenpolitischen Vorstösse der abgewählten rechtskonservativen Regierung Kaczynski haben vor allem zwei soziale Gruppen in Polen aktiviert: die Frauen und die Schwulen. Die Ersten folgten dem Aufruf der ersten Skandalautorin des Landes, gründeten eine Frauenpartei und zogen in den Wahlkampf, die Zweiten wurden durch die literarischen Erfolge von drei homosexuellen Schriftstellern salonfähig gemacht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.12.2007

Lange erwartet

Andrzej Wajdas Verfilmung des Katyn-Massakers wühlt Polen auf

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.10.2007

Das hartnäckige westliche Klischee vom polnischen Antisemitismus

Jüdische Gruppen bedauern das Beharren auf überkommenen Vorstellungen - hervorragende Beziehungen zwischen Warschau und Israel

Eines der hartnäckigsten westlichen Klischees ist das des überbordenden polnischen Antisemitismus. Juden in Polen, orthodoxe wie liberale, bedauern diese Haltung zutiefst. Natürlich gibt es Antisemitismus in Polen. Doch er nimmt stetig ab und ist im Vergleich zur Judenfeindlichkeit in anderen, auch westlichen Ländern weit weniger virulent.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2007

Der Schrank von Ziegenhals

Die Frage der Vertreibungen wird oft auf abstrakt-historischer Ebene betrachtet. An einem Schrank, den zwei Familien und mehrere Generationen ihr eigen nannten, wird deutlich, was sie menschlich bedeutet.

Veröffenlichung/ data publikacji: 20.01.2007

Verlorene Heimat, erworbene Fremde

In Schlesien wächst der Wille, sich das deutsche Erbe anzueignen

Nach Jahrzehnten der Verdrängung beginnt man sich in Polen auf das Erbe der vertriebenen Deutschen zu besinnen - mit den Mitteln der Archäologie ebenso wie der Popkultur. Die neue Mitgliedschaft des Landes in der EU hat nicht nur das Selbstvertrauen gestärkt, sondern auch das Bewusstsein geweckt, ein Durchgangsland zu sein.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.06.2005