Frankfurter Rundschau

"Wo uns die Leute auch nicht mögen"

Im Morgengrauen kam die Polizei und vertrieb sie und ihre vier Kinder aus ihrer Hütte nahe Paris. Seither wartet Codruta Novacovici in einer Turnhalle auf ihre Abschiebung. Sie gehört zu den Roma, gegen die Frankreichs Staatspräsident Sarkozy Stimmung macht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.08.2010

Sarkozy ganz unten

Wie tief muss ein Staatschef gesunken sein, um die Abschiebung von Angehörigen einer einzelnen Volksgruppe zur Chefsache zu erklären? Antwort: So tief wie Nicolas Sarkozy.
700 Roma will Frankreichs Präsident außer Landes schaffen lassen, gestern begann die Aktion.
Da präsentiert sich einer als Law-and-Order-Mann, der selbst im Verdacht steht, es in den eigenen Reihen mit Recht und Ordnung nicht allzu genau zu nehmen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.08.2010

Der Himmel über Warschau

Die Ausstellung „Musik im okkupierten Polen“ lässt ihre Besucher das Leben des von Roman Polanski verfilmten "Pianisten" in pianobegleiteter Sprache erleben.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.08.2010

Krieg ums Kreuz

In Warschau hat ein junger Koch einen Kulturkampf ausgelöst. Es geht um die Erinnerung an Lech Kaczynski und das Verhältnis von Kirche und Staat.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.08.2010

Ist Gott hier irgendwo?

Leben und Sterben im Warschauer Ghetto: Der amerikanische Historiker Samuel D. Kassow konstruiert in „Ringelblums Vermächtnis“ die Biographie Ringelblums, eines marxistischen jüdischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit, und die Geschichte des von ihm gegründeten Archivs Oyneg Shabes.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.08.2010

„Nichts gelernt“

Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz und der Historiker Peter Steinbach haben heftige Kritik an Äußerungen von Vertriebenen-Chefin Erika Steinbach (CDU) zur Charta der Heimatvertriebenen geübt. „Das ist haltlos, das sind Stammtischtöne“, sagte Benz zu einem Radio-Interview Steinbachs vom Donnerstag. Darin hatte die Chefin des Bundes der Vertriebenen (BdV) behauptet, dass es entlassenen KZ-Häftlingen in der Nachkriegszeit materiell besser gegangen sei als Vertriebenen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.08.2010

Dokument der Anmaßung

Die Vertriebenen-Charta wurde vor 60 Jahren verabschiedet. Zu den Autoren gehören auch Ex-Nazis. Der Bund der Vertriebenen muss sich endlich der eigenen Geschichte stellen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.08.2010

Revanchismus-Vorwurf an BdV

Der Zentralrat der Juden und die SPD attackieren die Besetzung für das geplante "Zentrum gegen Vertreibungen".

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.07.2010

Revanchisten am Werk

Prompt hat der BdV dem Bundestag Persönlichkeiten untergejubelt, die einer Art großem "Schuldgleichgewicht" das Wort reden. Bisher ging es vor allem darum, ob die Deutschen - speziell die Heimatvertriebenen - am Kriegsende nicht mindestens so sehr Opfer wie Täter gewesen seien. Jetzt richtet sich der Fokus auch auf die Kriegsschuld generell. Die BdV-Vertreter sind zu listig, als dass sie die Verantwortung Nazi-Deutschlands bestritten. Aber haben denn nicht auch andere Schuld - die Polen, die Engländer, die Franzosen? Man wird als historisch Interessierter ja wohl noch mal fragen dürfen!

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.07.2010

"Wunsch nach Versöhnung wird verhöhnt"

Dem Bund der Vertriebenen muss man laut Raphael Gross "mit großer Vorsicht begegnen". Der Direktor des Fritz Bauer Instituts kritisiert die Besetzung des Stiftungsrates. Arno Widmann sprach mit ihm.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.07.2010