Die vergessenen Opfer

Siebzig Jahre nach dem Massenmord an den Juden ist der Antisemitismus in Deutschland geächtet. Einige Neonazis mögen weiter von einer Judengefahr faseln. Eine leider nicht unerhebliche Minderheit der Bundesbürger mag immer noch gewissen antisemitischen Stereotypen nachhängen. Doch der Staat, seine Politiker und alle gesellschaftlich relevanten Kräfte sind sich darin einig, dass der Judenhass keinen Platz in Deutschland haben darf. Der Holocaust gilt auch als Verpflichtung, antisemitische Tendenzen nicht zuzulassen.
Siebzig Jahre nach dem Massenmord an Sinti und Roma wird an diesem Mittwoch das zentrale Mahnmal zur Erinnerung an die Ermordung dieser Minderheit eingeweiht. Die Kanzlerin wird eine Rede halten und wohl die richtigen Worte finden - über die Vergangenheit. Doch im Gegensatz zum Judenhass sind die Ressentiments gegen "Zigeuner" heute keineswegs nur Angelegenheit einer Randgruppe.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 24.10.2012