Polens Historiker und Politiker streiten wieder über die Vertreibung

Polen hat wieder eine Historikerdebatte, und wieder geht es um Deutschland, Vertreibung und eigene Schuld. Die Flaggschiffe der Presse haben das Feuer eröffnet, Professoren unterschreiben Resolutionen, und von den Bänken des Parlaments tönt es: "Schande! Schande!" Ziel des Ringens ist die Deutungshoheit über das Thema Vertreibung der Deutschen aus den früheren Ostgebieten des Reichs. Vordergründig aber geht es zugleich um Leben und Werk des Historikers Wlodzimierz Borodziej, der zusammen mit Hans Lemberg im Jahr 2000 eine der wichtigsten Quelleneditionen zur Vertreibung herausgegeben hat ("Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945-1950"). Diese Edition nun hat der Historiker Bogdan Musial jetzt in der "Rzeczpospolita", dem meinungsbildenden Blatt der Rechten, heftig kritisiert.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 17.05.2008