Blick über die Oder

Warschau. Fast zehn Millionen sahen Volleyball-Finale
Fast zehn Millionen Polen haben am Sonntagabend den Sieg ihres Teams bei der Volleyball-WM gegen Brasilien im Fernsehen verfolgt. Staatspräsident Bronislaw Komorowski hatte sich zuvor persönlich bei dem Privatsender Polsat dafür eingesetzt, dass das Spiel frei empfangbar war. Mehr Zuschauer hatte es zuvor nur bei Polens Spielen während der Fußball-EM 2012 gegeben.

Gdynia (Gdingen). Drei neue Filme über Polens Geschichte
Gleich drei Spielfilme mit historischen Themen wurden beim Festival des polnischen Films in Gdynia mit Preisen geehrt. Der Hauptpreis ging an „Die Götter“ (Bogowie), einen Film um Ärzte, die in den 1980er Jahren die erste Herztransplantation in Polen durchführten. Viel Lob ernteten auch der Streifen „Eine Stadt 1944“ (Miasto 44), der den Warschauer Aufstand vor 70 Jahren behandelt, sowie der Film „Jack Strong“. Dessen Held ist der Offizier Ryszard Kuklinski, der in den 1970er Jahren als US-Agent Dokumente des Warschauer Vertrags an die Amerikaner übergab.

Gorzów (Landsberg). Eklat beim Speedway-Derby
Nach nur einem Rennen wurde am Sonntagabend das mit Spannung erwartete Halbfinale der polnischen Speedway-Meisterschaften zwischen den Lokalrivalen aus Gorzów und Zielona Góra abgebrochen. Allerdings dauerte es mehrere Stunden, bis die Jury einem Einspruch der Gäste gegen den schlechten Zustand der Fahrbahn stattgab. Diese war wegen starken Regens zerfurcht und aufgeweicht. Das Derby soll am Wochenende fortgesetzt werden.

Warschau. Klagen über zu viele Abiturienten
In Polen ist ähnlich wie hierzulande eine Debatte darüber entstanden, dass immer mehr Schüler das Abitur erwerben, um anschließend zu studieren, und zu wenige nach der 10. Klasse eine Berufsausbildung wählen. Laut der „Gazeta Wyborcza“ wählt aktuell fast jeder Zweite das Gymnasium, weitere 30 Prozent eine Berufsausbildung mit Abitur und nur 15 Prozent eine klassische Berufsausbildung.

Stettin. Halbmarathon in Stettin war zu kurz
Ein peinliches Missgeschick mussten jetzt die Organisatoren des Stettiner Halbmarathons einräumen, an dem sich am 31. August über 1400 Läufer aus mehreren Ländern beteiligt hatten. Die Streckenlänge betrug nur 20,5 statt der vorgeschriebenen 21,097 Kilometer. Damit muss auch die Rekordzeit von etwas mehr als einer Stunde und einer Minute gestrichen werden, die der Sieger Joel Maina Mwangi aus Kenia erreicht hatte.

Stettin. Busse und Bahnen fuhren umsonst
Die Benutzer von Bussen und Straßenbahnen brauchten am Montag in Stettin keinen Fahrschein zu lösen. Die Stadtverwaltung hatte zu einem „Tag ohne Pkw“ aufgerufen, dessen Resonanz allerdings nicht so stark ausfiel, wie erhofft. Dummerweise kam es auch noch zu einem Unfall, als am Vormittag im Stadtzentrum ein Pkw mit einer Straßenbahn zusammenstieß und deshalb der Verkehr auf drei Linien gleich für mehrere Stunden beeinträchtigt war.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 23.09.2014