Dietrich Schröder

„Ich drängte Kanzler Kohl , die Grenze endgültig zu regeln"

Tadeusz Mazowiecki über die Zeitenwende von 1989, den Mauerfall und Erika Steinbach

Im August 1989 wurde Tadeusz Mazowiecki zum ersten nichtkommunistischen Regierungschef in einem Land des früheren Ostblocks gewählt. Heute ehrt ihn die Frankfurter Europa-Universität mit dem Viadrina-Preis. Mit ihm sprach Dietrich Schröder.

Märkische Oderzeitung: Herr Mazowiecki, als ruhiger und feinfühliger Intellektueller widersprechen Sie allen gängigen Klischees über Politiker. Woher nehmen Sie die Kraft, so ruhig zu bleiben?

Veröffenlichung/ data publikacji: 30.11.2009

Mazowiecki warnt vor Berufung Steinbachs

Der frühere polnische Regierungschef Tadeusz Mazowiecki hat vor den möglichen Folgen einer Berufung der Chefin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, in den Rat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" gewarnt. Mazowiecki, der am Montag von der Europa-Universität in Frankfurt (Oder) mit dem "Viadrina-Preis" ausgezeichnet wird, sagte in einem Interview mit der "Märkischen Oderzeitung": "Die Entscheidung ist eine Angelegenheit der Deutschen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.11.2009

Selbstzensur von Journalisten

In Südosteuropa hat sich die Medienvielfalt auch unter deutschem Einfluss verschlechtert

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.11.2009

Krowa – Kuh und raus bist du

Lebensbericht eines 77-Jährigen über zwei Diktaturen, die Vertreibung und ein widersprüchliches Verhältnis zu Polen

Manche Biographie liest sich spannender als jedes Geschichtsbuch. Der 77-jäh-rige Karl-Heinz Preuß aus Bernau (Barnim) hat die bewegten Erinnerungen seit seiner Kindheit auf 344 Seiten zu Papier gebracht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 23.11.2009

Im Fall Steinbach ist jetzt die Kanzlerin gefragt

Seit nunmehr neun Jahren wird über die Errichtung eines Dokumentationszentrums zu den Vertreibungen in Berlin debattiert. Und genauso lang stellt diese Angelegenheit einen Konflikt in den deutsch-polnischen Beziehungen dar. Denn östlich der Oder sieht man in dem Vorhaben einen historischen Paradigmenwechsel. Die Deutschen – so die Befürchtungen an der Weichsel – würden sich nicht mehr als Hauptverantwortliche für den Zweiten Weltkrieg sehen, sondern als dessen Opfer. Zudem könne Polen als Mitverursacher der Vertreibungen dargestellt werden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.11.2009

Über den Tellerrand

Die meisten Verkehrswege, die in den vergangenen 20 Jahren für die deutsche Einheit gebaut wurden, enden im Osten in Berlin. Dass die Welt dahinter weitergeht, polnische Großstädte wie Stettin, Posen und Breslau in nächster Nähe liegen, spielte in den Phantasien der Politiker und Planer so gut wie keine Rolle. Auch in Polen begrenzten der zentralistische Blickwinkel aus Warschau und beschränkte Möglichkeiten den eigenen Tellerrand.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.11.2009

Verbannt in die Taiga

Millionen Polen wurden einst von der Sowjetunion nach Sibirien verschleppt / Ein Verein widmet sich ihrem Schicksal

Krieg und Vertreibung sind Erfahrungen, die ältere Polen und Deutsche teilen, ohne viel über das wechselseitige Schicksal zu wissen. Im „Verband der Sibiriaken" in Slubice treffen sich bis heute Menschen, deren Lebensweg über die Verbannung führte.

Von Dietrich Schröder

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.11.2009

Ostbahn - Signal von den Nachbarn

In Polen soll die Ostbahn verlängert und ausgebaut werden. Dieses Signal ist auch für das deutsche Oderland eine gute Nachricht. Handelt es sich doch um die Eisenbahnstrecke, die einstmals durchgehend von Berlin bis nach Königsberg in Ostpreußen führte und die erst durch den Krieg 1945 an der Oder unterbrochen wurde.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.11.2009

Schwerer Schlag für Polens Regierungspartei

Die Affäre, deretwegen Polens Sportminister Miroslaw Drzewiecki seinen Rücktritt erklären musste, ist ein schwerer Schlag für das Ansehen der polnischen Regierungspartei „Bürgerplattform“. Gleich mehrere Spitzenvertreter der Liberalen stehen im Verdacht, von der Glücksspiel-Lobby sich haben beeinflussen zu lassen, um eine vom Finanzminister vorgeschlagene Sondersteuer für dieses Geschäftsfeld zu verhindern. Der Verdacht, dass dabei auch Bestechungsgelder geflossen sein könnten, ist bisher zwar nicht belegt, schwebt aber im Raum.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.10.2009

Euroregionen - Endlich fließen Fördermittel

Den Spruch „Was lange währt, wird endlich gut“, kann man auf den jetzt einsetzenden Geldregen für die deutsch-polnischen Grenzregionen nur bedingt anwenden. Denn bevor sich Ministerialbeamte in Warschau, Potsdam und mittlerweile auch Zielona Góra über die Verteilungsmechanismen für das von der EU bereitgestellte Geld geeinigt hatten, ist wertvolle Zeit verstrichen. Und auch jetzt ist ein Großteil der bereits zugesagten Fördermittel noch immer nicht durch bindende Verträge abgesichert.

Veröffenlichung/ data publikacji: 30.09.2009