Knall ohne Echo

Sieben Jahre lang haben sich die Menschen in der Keupstraße in Köln-Mülheim gegenseitig verdächtigt. Seit jenem Knall am 9. Juni 2004. Er ließ Fensterscheiben bersten, riss Häuserfassaden auf, und hunderte Nägel flirrten als Schrapnellgeschosse durch die Luft. Der Anschlag mit einer Nagelbombe, die auf einem Fahrrad vor einem Friseurgeschäft deponiert worden war, verletzte 22 Menschen. Aber die Folgen waren beinahe noch schlimmer. Lange standen Fragen im Raum, und sie zielten immer in dieselbe Richtung. War es eine Warnung von Schutzgelderpressern? Hat der Friseur eine Verbindung zu Mafiabanden? Hat er zu tun mit den Kriminellen, die auch in Köln-Mülheim Millionen mit illegalen, manipulierten Glücksspielautomaten machen? Oder war es sogar ein Racheakt wegen „Frauengeschichten“?

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Veröffentlichung/ data publikacji: 21.11.2011