Jörg Kotterba

Wo eigentlich hört Deutschland auf?

Wo hört auf der Stadtbrücke Deutschland auf? Wo fängt auf der Oder Polen an? Steffen Prüfer, Leiter des Frankfurter Kataster- und Vermessungsamtes, wurde konkreter: „Die Staatsgrenze deckt sich mit dem Talweg des schiffbaren Wasserlaufes. Die Staatsgrenze liegt deutlich innerhalb des 
Brückenbogens.“

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.08.2011

Polin ist Kino-Geschichte auf der Spur

Frankfurt (moz) Kino an der deutsch-polnischen Grenze 1945 bis 1985: Mit diesem interessant klingenden, aber ziemlich unbekannten Thema beschäftigt sich seit wenigen Monaten die 32-jährige Polin Magdalena Abraham-Diefenbach. Die geborene Kaschubin, die in Torun Soziologie, Philosophie und Deutsch studierte, hat diesen Arbeitstitel für eine Dissertation gewählt, die im Jahre 2013 abgeschlossen werden soll.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.07.2011

Feuerwehrsternfahrt in Frankfurt und Słubice

Sternfahrer begeisterten Tausende. Ein kilometerlanger Festumzug mit mehr als 600 Teilnehmern und annähernd 200 Oldtimern war am Sonnabend Höhepunkt des internationalen Sternfahrertreffens. Sonntagmittag wurde die Sternfahrerfahne feierlich eingeholt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.06.2011

Jüdischem Leben in Frankfurt auf der Spur

Rabbiner Ignaz Maybaum, Bruno und Marie Friedländer, Martha Naftaniel: Im Stadtzentrum zwischen Karl-Marx-Straße und Großer Scharrnstraße wurde am Montag innerhalb der Aktion Stolpersteine 23 jüdischer Mitbürger gedacht, Opfer des Nationalsozialismus.
„28 000 Stolpersteine, die Menschen auch verbinden sollen, sind es bisher, allein in Hamburg 1200“, berichtete der gebürtige Berliner Gunter Demnig auf dem Weg zum nächsten Verlegeort.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.03.2011

Aus dem Land vertrieben

„Georg Meyer war ein jüdischer Kaufmann. Er heiratete Betty, die Schwester meiner Oma. Wann? Das weiß ich leider nicht“, berichtete Hannelore Zimmermann, in DDR-Zeiten in der Entwicklungsabteilung des Halbleiterwerkes tätig, jetzt Rentnerin. Patentante Ursula, die ihr so stimmungsvolle Briefe aus Übersee zukommen ließ, war die Tochter von Georg und Betty Meyer. Auch sie heiratete hier in Frankfurt einen Juden: Leo Maschke. Er übernahm später das Kaufhaus. Als die Nazis an die Macht kamen und immer mehr Duck auf die jüdische Bevölkerung ausübte, floh die Familie aus Deutschland. Nach China.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.02.2011

Die Kippa von Kantor Rosenbaum

Bewegende Minuten Donnerstagabend im Kleist Forum: Jan Rosenbaum, Enkel zweier jüdischer Frankfurter Bürger, die von den Nazis umgebracht wurden, überreicht Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde die Kippa seines Großvaters Julius, dem letzten Kantor dieser Gemeinde in Frankfurt vor dem Krieg. Über Internet erfuhr der Hamburger, dass hier in Frankfurt für Julius und Erna Rosenbaum am 11. September 2008 in der Karl-Marx-Straße – in Nähe des Synagogengedenksteins – zwei Stolpersteine verlegt wurden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.01.2011

"Laguna" nimmt Kurs auf die Oder

Die Schiffe „Laguna“ (Lagune) und „Nimfa“ (Nymphe) sollen vom Frühjahr nächsten Jahres an Touristen über die Oder schippern. Man gehe davon aus, dass sie im Mai oder Juni 2012 eingesetzt werden, teilte die Slubicer Stadtverwaltung gestern mit. Zuvor hatte in Nowa Sol ein Treffen zum Projekt „Die Oder für Touristen 2014“ stattgefunden. Neben mehreren polnischen Kommunen sind auf deutscher Seite Frankfurt und Eisenhüttenstadt daran beteiligt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 21.01.2011

„Das Sicherheitsgefühl sinkt“

In der Stadt mehren sich die kritischen Stimmen, die vom Abzug des Frankfurter Polizeipräsidiums und Hunderter Beamter warnen. Die Sicherheitslage müsse in den Grenzstädten Slubice und Frankfurt im Vergleich zu anderen Regionen in Brandenburg anders betrachtet werden, betonte FDP-Kreisvorsitzender Mario Quast. Ex-Bürgermeister Detlef-Heino Ewert weiß aus zahlreichen Bürgergesprächen: „Das Sicherheitsgefühl in der Stadt sinkt dramatisch.“

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.07.2010

„Frankfurt ist der beste Standort“

Frankfurt soll weiter Standort für das künftig einzige Polizeipräsidium in Brandenburg bleiben. Dafür setzt sich Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) in einem offenen Brief an Innenminister Rainer Speer (SPD) ein. „Unsere Stadt bietet exzellente Voraussetzungen zur Aufnahme dieses Präsidiums“, heißt es in dem Brief. Die Immobilien und die gesamte Infrastruktur seien bereits vorhanden. Andreas Schuster, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, warf SPD und Linke vor, mit der Polizeistrukturreform Wahlversprechungen zu brechen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 07.07.2010

Viele Fotos vom „Guten Ort“

Am kommenden Montag, 10 Uhr, wird im Haus der Jüdischen Gemeinde, Halbe Stadt 30, eine außergewöhnliche Foto-Ausstellung gezeigt: Beeindruckende Bilder des Slubicers Wieslaw Stachlewski vom größten Jüdischen Friedhof Europas in Lódz.

Veröffenlichung/ data publikacji: 23.04.2010